Wenn ein Kätzchen einzieht:

..., benötigen Sie:

  1. Gerade bei einer reinen Wohnungskatze ist die Anschaffung eines großen und guten  Kratzbaumes besonders wichtig, damit sich Ihr neues Familienmitglied rundum wohl fühlt.

  2. Kratzbäume kann man mit Katzenminze oder Baldrian beträufeln, damit sie angenommen werden (war bei mir allerdings noch nie nötig).

  3. Sollte ihr neuer Mitbewohner das Katzenkörbchen evtl. nicht annehmen, ist darüber nachzudenken, ob es sich evtl. am falschen Platz befindet. Die Fellnasen können sehr wählerisch sein.

  4. Jedes Tier braucht Rückzugsmöglichkeiten mit der Sicherheit, dass es dort auf keinen Fall gestört oder hochgenommen wird. Gerade bei kleineren Kindern ist es wichtig, darauf zu bestehen, dass das entsprechende Körbchen oder der Kratzbaum etc. für die Katze den Bereich darstellt, wo wir uns als Mensch absolut zurückhalten.

  5. Nach Möglichkeit die erste Zeit Futter und Streu benutzen, welche die Katze vom Züchterhaushalt kennen und mögen. Später kann man langsam umstellen.

  6. Es sollte nicht in der unmittelbaren Nähe der Katzentoilette gefüttert werden. Manche Katzen fressen dort nicht.

  7. Wassernäpfe nicht neben das Futter stellen, lieber an verschiedenen Plätzen im Haus. Katzen suchen die Wasserstellen…

  8. Reinigen Sie die Katzentoilette und andere Gegenstände, mit denen das Tierchen in Kontakt kommt, nicht mit SAGROTAN. Dieses Desinfektionsmittel ist ungesund für Katzen, was viele Katzenbesitzer gar nicht wissen. Es gibt hierfür geeignete Mittel im Zoohandel, die extra für Tiere hergestellt werden. Wenn es nicht unbedingt sein muss, würde ich auf dieses „scharfe“ Reinigen überhaupt verzichten (natürlich gibt es wichtige Ausnahmen). Eine gute Alternative ist der Dampfreiniger.

  9. Viele Pflanzen sind sehr giftig. Dazu gehören auch Efeu und der Weihnachtsstern. (Liste dazu auf vielen Homepages verschiedener Züchter). Da Katzen gern an Grünpflanzen und Gräsern fressen, ist darauf sehr zu achten. Reinen Wohnungskatzen sollte man immer Katzengras (ungespritzt) zur Verfügung stellen.

  10. Geradezu lebensgefährlich ist das für uns so hilfreiche Aspirin (was auch Hunden gegeben wird und gesundheitlich sich bei ihnen wie bei uns äußert). Wenn eine Katze Aspirin zu sich nimmt, wird sie sterben! Deshalb, große Aufmerksamkeit bei Medikamenten.

  11. Pflanzenmittel und andere Chemikalien gerade bei kleinen Katzen gut wegstellen.

  12. Süßigkeiten, besonders Schokolade, darf das Kätzchen nicht! Schokolade in größeren Mengen ist sogar giftig für Ihren Liebling. Geben Sie mal etwas Thunfisch oder reinen Joghurt, evtl. Hüttenkäse in den Napf! Darüber freut es sich sehr, und es ist auch noch gesund dabei! Leckerlis aus dem Laden enthalten meistens auch Zucker und sind deshalb nicht immer zu empfehlen!

  13. Futtersorten gibt es mehr als genug. Man steht jedes Mal unschlüssig vor dem Regal im Fachhandel. Nicht alles, was besonders teuer ist, ist auch besonders gut! Allerdings sind die deutlich preiswerteren Futtersorten oft mit Farb- und Konservierungsstoffen versehen sowie mit Lockstoffen, damit das Tierchen auch gerne frisst – also bedeutet das nicht wirklich, dass es sich hierbei um ein besonders köstliches Futter handelt, welches auch viel Fleisch enthält! Ebenfalls sollte man darauf achten, dass kein Zucker dem Futter beigemischt ist. Das Vergleichen und Prüfen der verschiedensten Futtersorten (egal ob nass oder trocken) hat mich schon viel Zeit und Überlegungen gekostet, zumal jeder Hersteller seine Tiernahrung verschieden aufschlüsselt oder für „Zucker“, „Konservierungs-“ und „Farbstoffe“ sowie „Lockmittel“ einen anderen Ausdruck benutzt, den wir nicht gleich erkennen bzw. zuordnen können. Wenn man im Internet über Zoofachhändler bestellt, so kann man wenigsten in Ruhe die Produkte und deren Inhalte versuchen zu vergleichen… Es ist und bleibt schwer! Beachten Sie auf jeden Fall, dass bei Trockenfutter viel Wasser nötig ist! Artgerechter finde ich persönlich ein gutes Nassfutter, was sich allerdings je nach Größe der Katzengruppe schwerer realisieren lässt. Außerdem kann man Nassfutter nicht den ganzen Tag stehen lassen. Gerade im Sommer verdirbt es sehr schnell oder Fliegen werden angezogen, setzen sich auf die Nahrung und könnten so Krankheiten übertragen. Auf jeden Fall ist es wichtig zu wissen, dass eine Katze viel mehr Fleisch als ein Hund benötigt.  Eiweißhaltiges Futter und Taurin sind außerordentlich wichtig!

  14. Gekippte Fenster stellen eine große Gefahr für Katzen dar. Selbst wenn es so scheint, dass Ihr Schnurrer nicht besonders freiheitsliebend ist, so kann ein Geräusch, z. B. ein Vogel oder die Nachbarskatze, die plötzliche Neugier erwecken und Ihre Katze dazu verleiten, durch das gekippte Fenster zu klettern, um der Sache auf den Grund zu gehen. Viele Katzen sind dabei schon elend zu Tode gekommen. Man möchte sich gar nicht vorstellen, wie grausam dieser Tod sein mag. Im Fachhandel (auch über Internet-Shops) gibt es entsprechende Schutzmöglichkeiten für Kippfenster, einfach mal informieren.

  15. Katzen schlafen relativ viel, selbst wenn sie nur mal vor sich hin dösen. Sie passen sich auch sehr gut dem Familienrhythmus  an und legen dementsprechend ihre Schlafgewohnheiten. Trotzdem brauchen sie auch ihre Spielzeiten. Besonders bei Einzelkatzen ist das sehr wichtig!

  16. Einzelhaltung ist von meiner Seite her nur in Ausnahmen zu empfehlen. Schöner finde ich, wenn man sich für zwei Kätzchen entscheidet, die möglichst gleichzeitig einziehen dürfen. Besonders günstig ist es, sich für ein Geschwisterpaar zu entscheiden, das sich mag und von Geburt an kennt. Welche Geschlechter, spielt dann keine Rolle. (Bei verschieden geschlechtlichen Tieren bitte an die frühzeitige Kastration denken!) Man sollte auf keinen Fall die Sorge haben, dass sich bei der Haltung von zwei Katzen wesentlich mehr Arbeit ergibt oder die Fellnasen nicht mit ihrem Menschen schmusen. Im Gegenteil, die Situation wird eher einfacher und schöner werden, doppeltes Glück! Die Zwei werden sich ergänzen, wunderbar spielen, toben und vor allem nie allein sein!

  17. Kommt später eine weitere Katze hinzu, so möge man auf keinen Fall das neue Tierchen dem ersten vorziehen. Langsam sollten sich die beiden kennen lernen, auf keinen Fall gleich Nase an Nase halten! Der Mensch sollte sich als Beobachter nur bereithalten, denn wir können an der Kommunikation der Katzen nicht teilnehmen. Dies findet voranging mit Geruchsaustausch, Mimik und Gestik statt. Sollte es jedoch zu ernsthaften Kämpfen kommen, muss man NATÜRLICH SOFORT eingreifen!

  18. Wenn Ihr Kätzchen nach dem Einzug die ersten Tage nicht so recht fressen will, keine Panik! Wichtig ist nur, dass Sie beobachten. Jeder Umzug ist große Aufregung und Stress für das Tierchen und, je nach Charakter, wird dies anders verarbeitet. Wenden Sie sich bei Unsicherheit an den Züchter. Er kennt seine Katzen und weiß, was zu tun ist.

  19. Viele hilfreiche Informationen zu Krankheiten oder Auffälligkeiten bei Katzen gibt es im Internet. (Sehr gut ist unter „Nützliches“ die Web-Site: www.mein-samtpfoetchen.de). Auf keinen Fall ersetzt diese jedoch den Besuch bei einem Tierarzt! Außerdem kann ich nur auf die Nutzung der Alternativ-Medizin hinweisen. Bachblüten, Schüßler-Salze, Kolloidales Silber - alles Möglichkeiten die nicht nur auf die Human-Medizin zutreffen, sondern auch bei Tieren große Erfolge erzielen können! In vielen Apotheken ist man auf Tierhalter eingestellt. Es können gute Auskünfte und Beratungen gegeben werden. In der Literatur findet man - je nach Geschmack - mehr oder weniger umfangreiche Informationen.

  20. Regelmäßige Impfungen und Wurmkuren sind gewissenhaft durchzuführen, damit der vorhandene Schutz Ihres neuen Kuschelfreundes bestehen bleibt. Reine Wohnungskatzen benötigen keine Tollwut-Impfung. Diese kann schlimme Impfreaktionen (Fibrosarkome) hervorrufen - für Ausstellungstiere ist allerdings der Schutz unumgänglich. Bei der Leukose-Impfung kann es  ebenfalls zu entsprechender Reaktion kommen.  Man sollte abwägen, ob für die Wohnungskatze diese Impfungen von Nöten sind. Allerdings handelt es sich bei Leukose um eine sehr ernste Krankheit, die früher oder später tödlich endet. Übertragen wird sie durch Urin, Kot oder Speichel. Sobald Ihre Katze mit fremden Katzen in Kontakt kommen kann, sollten Sie eine Impfung meiner Meinung nach überdenken. Katzenschnupfen-/Katzenseuche zu impfen, bedarf gar keiner Frage. Die Impfstoffe sind heute für fast alle Katzen sehr gut verträglich, doch sollte man darauf achten, dass das Kätzchen zum Zeitpunkt der Impfung körperlich und seelisch gesund und munter ist, somit das Immunsystem gefestigt. Auch Wohnungskatzen sind bitte zu berücksichtigen, denn man kann die Erreger schon mit den „Straßenschuhen“ herein tragen!

  21. Wenn Frühjahr und Sommer kommen, man einen eigenen Garten besitzt oder vielleicht einen schönen Balkon, dann zieht es die Menschen wieder hinaus. Schnell stellt man fest, dass das Kätzchen gern mit käme. Manchmal sitzt es hinter der Scheibe und verfolgt seinen Menschen mit dem Blick und beobachtet ihn die ganze Zeit, vielleicht ruft es sogar. Nun muss man wissen, welchen Weg man gehen will: Entweder ist man standhaft und bleibt konsequent nach dem Motto: die Katze wird sich daran gewöhnen, dass man den Balkon oder den Garten ohne sie nutzt. Allerdings sind unsere Ragdoll-Kätzchen einfach sehr Menschen bezogen und werden uns die Entscheidung äußerst  schwer machen (ich spreche aus eigener Erfahrung). Andererseits sind diese Kuscheltierchen meistens schon von Geburt an so geprägt (durch den Züchter, der als Mensch nur positiv erscheint, und ebenfalls durch die Erziehung der leiblichen Mutter, die auch als Edelkatze im häuslichen Bereich aufgewachsen ist und erzogen wurde), dass sie die natürlichen Gefahren bei Freilauf nicht erkennen. Es wäre daher unverantwortlich, sie ohne entsprechenden Schutz in den Garten zu lassen. Sollte es nun aber so sein, dass Sie selbst den Wunsch empfinden, auch diese schöne Jahreszeit im Freien mit Ihrem Schmuser zu teilen, dann ist der Balkon zu vernetzen oder der Garten entsprechend einzuzäunen ( - und auch hier empfehle ich unbedingt ein wetterfestes, UV-Strahlen beständiges Katzennetz anzubringen). Es werden verschiedene Qualitäten angeboten. Wer sich allerdings schon die Arbeit macht, sollte nicht am falschen Ende sparen und sich für ein sehr robustes Netz entscheiden, damit es lange hält, gerade da es Sonne, Regen, Wind und Schnee auf Jahre ausgesetzt ist. Wenn Sie ein kleines Kätzchen haben, sollten Sie zusätzlich darauf achten, dass das Netz sehr engmaschig ist (3 cm), damit sich Ihr kleines Wollknäuel nicht darin verfängt und verletzt. (Wir sind gern bereit, unsere Erfahrungen weiterzugeben.)

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