Übernommen aus den Tagebuch eines Freundes

 

Kinderfreundliches Deutschland

"Viele Nachbar der Wohnanlage haben heute Morgen Post bekommen. Die Wohnungsverwaltung weist die Eltern darauf hin, dass die Kinder auf den Rasenflächen in der Anlage nicht Fußball spielen dürfen.

Also schwang ich mich ans Telefon und rief bei der Verwaltung an. Die Frau am anderen Ende der Leitung sagte mir, nachdem ich fragte, ob das Fußballspielen bei uns erlaubt sei, dass bereits alle Eltern angeschrieben wurden. Ich erwiderte, dass ich das zwar wissen, jedoch nicht verstehen würde. Man solle doch froh darüber sein, dass die Kinder hier spielen würden. Immerhin wären sie hier mehr unter Kontrolle der Eltern, als wenn sie mehrere hundert Meter durch den Stadtteil gehen würden. Dort könnten sie zwar auf einem gar nicht schlechten Bolzplatz spielen, wären aber alleine dort. Außerdem könnten sie dort viel mehr Dummheiten machen als hier. Und die Gefahr, dass ihnen dort etwas passiert, sei auch größer als hier zwischen den Wohnblocks.

Als ich der guten Frau dann noch sagte, dass ich Sozialpädagoge sei und relativ gezielt in diesen Brennpunkt gezogen sei, war sie sprachlos.

Ich verstehe überhaupt nicht, wie man auf die Idee kommen kann, den Kindern hier das Spielen zu verbieten. Jeder, der hier einzieht, weiß vorher, in was für eine Gegend er zieht. Diese Wohnungen sind kein Überraschungspaket - man sieht ihnen schon von weitem an, dass sie "anders" sind. Hier leben viele Kinder. Und viele Kinder sind nun einmal lauter als wenige alte Menschen. Herrjeh... können sich die Erwachsenen nicht einfach einmal darüber freuen? Wie kinderfreundlich ist Deutschland?"

 

 

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